GEZ
Archiv

GEZ-Gebühr für PCs

Selbständige lassen Dampf ab:

Romy Großmann
Dipl.-Ing., Lauchheim

Als selbständige Bauingenieurin kann ich nur bestätigen, dass ich kaum fernsehe. Dafür fehlt mir einfach die Zeit. Meine Arbeit nimmt mich meist zehn Stunden am Tag in Anspruch. Ganz davon zu schweigen, dass ich mich auch noch weiterbilden muss. Wenn ich dann schon mal Freizeit habe, bewege ich mich, treibe Sport oder widme mich der Familie.
Eigentlich sollte man sich gegen den Beschluss wehren, Fernsehgebühren für PCs zu bezahlen. Bei einer Sammelklage wäre ich sofort dabei. Schizophren während der Arbeitszeit fernzusehen, da wäre doch im Betrieb was faul, oder ?

Tanja Kreß
Steuerberaterin, Backnang-Steinbach

Meine Meinung dazu ist: das ist einfach nur Abzocke. Die privaten Sender finanzieren sich durch Werbung. Die öffentlich-rechtlichen erhalten die GEZ-Gebühren, aber die Werbung ist auch nicht viel geringer als bei den privaten. Das ist eben wie bei den anderen Staatsunternehmen auch. Die können nicht wirtschaften und dann wird halt irgendeine Gebühr erfunden, um die Löcher zu stopfen!

Lothar Mauch
Generalvertretung der Allianz, Stuttgart

Es ist schon eine Frechheit, von uns Selbstständigen für einen internetfähigen PC Gebühren zu verlangen, auch wenn dieser überhaupt nicht zum Fernsehen genützt wird. Zudem wird es doch jeder Betriebsinhaber steuern müssen, ob es in seinem Betrieb erlaubt ist, mit dem PC Fernsehprogramme, sofern zu empfangen, anzuschauen. Bezahlt werden meine Mitarbeiter für ihre Arbeit!
Bereits 2004 hatten wir massive Probleme mit dem Auftreten der GEZ-Gebühreneintreiber. Vom Wunsch der Besichtigung meines Büros, um festzustellen, ob nicht in irgend einer Ecke ein Radio steht bis zu Drohungen der Nachzahlung haben wir alles erlebt.

Klaus Straub
Gewerbeverein Bad Überkingen

Die neue Regelung ist eine Katastrophe. Selbst wenn man willens ist, mit der Regelung zu leben, es ist eine gigantische Ungerechtigkeit. Jeder selbständige Einzelkämpfer soll genauso für seinen ersten Internet-PC zahlen wie die großen Konzerne. So zahlen also Daimler, Bosch, RWE... für einen PC pro Betriebsstätte, wie der kleine Selbständige, obwohl die Konzerne evtl. Tausende Internet-PCs haben!

Mareike Yegit
Dipl.-Ökonomin, M.Y. Competencenter, Freiburg

Da bleibt einem schier die Spucke weg. Jedem anderen privatwirtschaftlichen Unternehmen würde in so einem Fall betrügerisches Geschäftsgebaren angelastet. Wie war das doch noch ….„Geld für Leistung“ … wenn ich mich dunkel erinnere? Für meinen Geschmack ist das höchst unseriös! Es ist simple Abzocke und ein Zeichen, wie verzweifelt nach neuen Einnahmequellen gesucht wird. Wenn die Unternehmen, in deren Taschen man nun greifen möchte, nicht wirtschaften können, dann gehen sie eben kaputt … Vielleicht denkt man sich ja, der Einzelne wird nicht übermäßig belastet, aber 1. entbehrt diese Forderung jeder Grundlage und 2. macht „Kleinvieh auch Mist“!

 

Was halten Sie von der Regelung?
Sagen Sie uns Ihre Meinung: wehran@bds-dgv.de

Mehr dazu im Artikel "Bildstörung" von Michael Wehran hier...

 

 

 
  
«« zurück«« nach oben »»
 

 

Presseinformationen

Vom 11.08.2010
Konjunkturumfrage „Mittelstand 2010“
Unternehmen blicken optimistisch in die Zukunft [ mehr ]

Vom 06.08.2010
Selbstständige benoten Politik
Versetzungsgefahr für die Bundesregierung
[ mehr ]

Bündnis Mittelstand Deutschland

Bündnis Mittelstand Deutschland mit eigener Plattform [ mehr ]

 

Mit den BDS-DGV RSS-Feeds können Sie sich über aktuelle Themen des BDS-DGV informieren [ mehr ]